Beiträge

Zu viel des Guten

Die heutige Situation am Schweizer E-Payment-Markt ist ein klassisches Beispiel dafür, dass aus einer relativ einfachen Handlung (ich gebe Geld und erhalte dafür eine Gegenleistung) etwas recht Kompliziertes entsteht, wenn sich verschiedene Firmen um eine „bessere“ Lösung balgen.
Der Kunde bleibt dabei auf der Strecke, denn je nachdem bei welcher Bank er nun sein Konto hat und in welchem Laden er einkauft, muss er eine andere Technologie beherrschen, die aus weit mehr Schritten besteht als die bisherige Übergabe von Münzen oder Noten. Und wer es etwas moderner will: das kontaktlose Zahlen mit der Kreditkarte funktioniert prima. Ohne Twint, Paymit und Co.

Migros setzt auf Bezahllösung Twint: War es das für Paymit?

Spätestens ab dem Jahr 2017 werden Migros-Kunden ihre Einkäufe mit Twint bezahlen können. Das mobile Bezahlsystem der PostFinance wird direkt in die bestehende Migros-App integriert. Damit werden in Zukunft beide Schweizer Detailhandel-Grossverteiler Twint als Bezahllösung akzeptieren. Konkurrent Paymit wird hingegen erst ab diesem Monat testweise in Verkaufsstellen zum Einsatz kommen.

Auch beim Vermitteln von Wissen besteht die Gefahr, dass sich die Anbieter in der Technologie verlieren und darüber ihre Kunden, die Lernenden, vergessen. Letztlich wollen Lernende ihr Ziel effizient erreichen. Unsere Aufgabe als Anbieter von Lerninhalten ist es, ihnen dazu eine breite Palette an sinnvollen Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, sowohl off- als auch online.
#Digitalisierung #Verlage #Content #Digital #DigitaleTrends #NeuesLehren #NeuesLernen

Maximizing Micro-Moments

Was ist ein Micro-Moment? Warum werden Micro-Moments in unserem hektischen (digitalen) Alltag immer wichtiger? Wann hattest du deinen letzten Micro-Moment beim Lernen? Müssen und können wir als Lehrmittelmacher Micro-Moments fördern? Weiterlesen

Die Bibliothekendebatte

Eine kleine Geschichte aus der Ecke „betrifft uns nicht direkt, aber irgendwie schon“. Ein Bibliothekar hinterfragt die Rolle und Aufgabe der Bibliotheken in unserem aktuellen digitalisierten Alltag. Und entfacht damit einen Sturm der Entrüstung. Weiterlesen

Personalisiertes Lernen

Regelmässig taucht in der Bildungswelt das Schlagwort „Personalisiertes Lernen“ auf. Oft, sehr oft im Zusammenhang mit der Digitalisierung des Lernens. Oder dann, wenn sich führende IT-Persönlichkeiten Gedanken zur digitalen Zukunft machen. Wie unlängst Mark Zuckerberg zusammen mit seiner Frau Priscilla Chan in einem offenen Brief an ihre gerade geborene Tochter Max.

A letter to our daughter

Your mother and I don’t yet have the words to describe the hope you give us for the future. Your new life is full of promise, and we hope you will be happy and healthy so you can explore it fully. You’ve already given us a reason to reflect on the world we hope you live in.

Der Bildungsaspekt

Natürlich wurde dieser Brief Satz für Satz von verschiedenster Seite betrachtet und analysiert. Teils auch zerrissen. Interessant sind Zuckerbergs Äusserungen aber allemal. Nicht zuletzt deshalb, weil er sich Gedanken zur zukünftigen Ausbildung seiner Tochter macht.

Diesen Aspekt nimmt auch Howard Gardner, ausserordentlicher Professor für Psychologie an der Harvard University, in seinem Kommentar auf.

A primer for Mark Zuckerberg on personalized learning – by Harvard’s Howard Gardner

The world now knows that Facebook founder Mark Zuckerberg and his wife, Priscilla Chan, are going to over time donate 99 percent of the Facebook stock they own to „advance human potential and promote equality for all children,“ a pledge they made this week as they announced the birth of their daughter, Max.

Gardner schlägt einen Bogen zum Konzept des Personalisierten Lernens und fasst vier wichtige Ausgangsmodelle zusammen:

  • Single-Lernpfad
    Das einfache Modell eines Lernpfads, den der Lernende in seinem individuellen Tempo begehen kann.
  • Bevorzugter Content
    Das Modell der starken intrinsischen Motivation. Man beschäftigt sich gerne mit Inhalten, die einem interessieren.
  • Verschiedene Lernstile
    Das Modell, nach dem sich Lernende verschiedenen Lernstilen zuordnen lassen: visuell, auditiv, personen- oder medienorientiert.
  • Verschiedene Intelligenzen
    Mehr Erfahrung als Modell: Jeder hat seine Stärken und Schwächen.

Coaching, BigData und das nötige Kleingeld

Stellt sich die Frage, wie personalisiertes Lernen ermöglicht werden kann. Fakt ist: es braucht nicht unbedingt digitale Instrumente. Eine gute Lehrperson, der sich weniger als Wissensvermittler sondern als individueller Coach betrachtet, kann die Lernumgebung und das Lernerlebnis auf die Bedürfnisse des Einzelnen personalisieren. Allerdings ist das recht aufwändig und so kommt man schnell auf die Idee, die „Persönlichkeit“ des Lernenden mit Algorithmen zu erfassen und damit ein individuelles Lernsetting zu erschaffen.

Hier wird schnell klar, dass diese Algorithmen komplex sind und dass sie mit umfangreichen Daten gefüttert werden müssen. Durchaus ein zukünftiges Aufgabengebiet für Facebook und Co. Denn nur dort sind sowohl Daten wie auch praktisch unbegrenzte finanzielle Ressourcen vorhanden, um die entsprechenden Technologien zu entwickeln.

Wider dem „one size fits all“-Ansatz

Wie auch immer die technologische Umsetzung und die dahinter liegenden Geschäftsmodelle aussehen werden: wir alle sind aufgefordert, personalisiertes Lernen zu ermöglichen und den „one size fits all“-Ansatz endlich zu beerdigen. Warum? Darum:

Ken Robinson: Do schools kill creativity?

Sir Ken Robinson makes an entertaining and profoundly moving case for creating an education system that nurtures (rather than undermines) creativity.

#PersonalisiertesLernen #Digitalisierung #Zukunft #Intelligence

Photo by Mario Spann

Mega-Trends 2016 – 12 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr

Auch im Jahr 2016 haben wir wieder Experten zu den aufkommenden Trends in ihren Fachgebieten gefragt. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2016.

 

  • E-Commerce: Globaler, mobiler, innovativer – der Online-Handel 2016
  • Social Media: 2016 wird das Jahr der Teilbarkeit
  • SEO: Accelerated Mobile Pages wird das Thema im kommenden Jahr 2016
  • Digitale Arbeit: In 2016 wird Digitalisierung zur Chefsache
  • Social-Intranet: Slack- und HipChat-Hype – Jede Firma braucht es!
  • Human Ressources: Personalmarketing wird 2016 endlich effizient!
  • Technologie: Virtual Reality wird zur Real Reality
  • Marketing: Content-Marketing startet 2016 richtig durch
  • Silicon Valley: Hardware- und Virtual-Reality-Startups sind der heiße Scheiss!
  • Web-Video: Etablierte TV-Sender werden zur Konkurrenz von YouTubern
  • Journalismus: 2016 wird das Jahr der Rückbesinnung und der Vielfalt
  • Public Relations: Alles bleibt wie immer – mit einer extra Portion Relations

Quelle: t3n.de

Globaler, mobiler, innovativer, digitaler, individueller. Und nicht ganz so neu. Das, was die 12 Experten hier fordern, stand schon in den Trendstudien von 2014 und 2015. Die Tool hinter den Forderungen waren allerdings andere. 2016 gelten nun halt Slack, Snapchat und Co. als „der heisse Scheiss“. Geblieben sind auch zwei weitere Tatsachen:

Erstens ist das eine ausgesprochene Erste-Welt-Sicht. Die Welt als ganzes steht wahrlich vor wichtigeren „Trends“.
Zweitens: Zu jedem Trend gibt es den Gegentrend. Vergessen wir also nicht, dass zwar vieles einfacher und bequemer wird, vieles aber auch beim Alten bleibt.
#Digitalisierung #DigitaleTrends