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Personalisiertes Lernen

Regelmässig taucht in der Bildungswelt das Schlagwort „Personalisiertes Lernen“ auf. Oft, sehr oft im Zusammenhang mit der Digitalisierung des Lernens. Oder dann, wenn sich führende IT-Persönlichkeiten Gedanken zur digitalen Zukunft machen. Wie unlängst Mark Zuckerberg zusammen mit seiner Frau Priscilla Chan in einem offenen Brief an ihre gerade geborene Tochter Max.

A letter to our daughter

Your mother and I don’t yet have the words to describe the hope you give us for the future. Your new life is full of promise, and we hope you will be happy and healthy so you can explore it fully. You’ve already given us a reason to reflect on the world we hope you live in.

Der Bildungsaspekt

Natürlich wurde dieser Brief Satz für Satz von verschiedenster Seite betrachtet und analysiert. Teils auch zerrissen. Interessant sind Zuckerbergs Äusserungen aber allemal. Nicht zuletzt deshalb, weil er sich Gedanken zur zukünftigen Ausbildung seiner Tochter macht.

Diesen Aspekt nimmt auch Howard Gardner, ausserordentlicher Professor für Psychologie an der Harvard University, in seinem Kommentar auf.

A primer for Mark Zuckerberg on personalized learning – by Harvard’s Howard Gardner

The world now knows that Facebook founder Mark Zuckerberg and his wife, Priscilla Chan, are going to over time donate 99 percent of the Facebook stock they own to „advance human potential and promote equality for all children,“ a pledge they made this week as they announced the birth of their daughter, Max.

Gardner schlägt einen Bogen zum Konzept des Personalisierten Lernens und fasst vier wichtige Ausgangsmodelle zusammen:

  • Single-Lernpfad
    Das einfache Modell eines Lernpfads, den der Lernende in seinem individuellen Tempo begehen kann.
  • Bevorzugter Content
    Das Modell der starken intrinsischen Motivation. Man beschäftigt sich gerne mit Inhalten, die einem interessieren.
  • Verschiedene Lernstile
    Das Modell, nach dem sich Lernende verschiedenen Lernstilen zuordnen lassen: visuell, auditiv, personen- oder medienorientiert.
  • Verschiedene Intelligenzen
    Mehr Erfahrung als Modell: Jeder hat seine Stärken und Schwächen.

Coaching, BigData und das nötige Kleingeld

Stellt sich die Frage, wie personalisiertes Lernen ermöglicht werden kann. Fakt ist: es braucht nicht unbedingt digitale Instrumente. Eine gute Lehrperson, der sich weniger als Wissensvermittler sondern als individueller Coach betrachtet, kann die Lernumgebung und das Lernerlebnis auf die Bedürfnisse des Einzelnen personalisieren. Allerdings ist das recht aufwändig und so kommt man schnell auf die Idee, die „Persönlichkeit“ des Lernenden mit Algorithmen zu erfassen und damit ein individuelles Lernsetting zu erschaffen.

Hier wird schnell klar, dass diese Algorithmen komplex sind und dass sie mit umfangreichen Daten gefüttert werden müssen. Durchaus ein zukünftiges Aufgabengebiet für Facebook und Co. Denn nur dort sind sowohl Daten wie auch praktisch unbegrenzte finanzielle Ressourcen vorhanden, um die entsprechenden Technologien zu entwickeln.

Wider dem „one size fits all“-Ansatz

Wie auch immer die technologische Umsetzung und die dahinter liegenden Geschäftsmodelle aussehen werden: wir alle sind aufgefordert, personalisiertes Lernen zu ermöglichen und den „one size fits all“-Ansatz endlich zu beerdigen. Warum? Darum:

Ken Robinson: Do schools kill creativity?

Sir Ken Robinson makes an entertaining and profoundly moving case for creating an education system that nurtures (rather than undermines) creativity.

#PersonalisiertesLernen #Digitalisierung #Zukunft #Intelligence

Photo by Mario Spann

Chatbots, künstliche Intelligenz und vier (apokalyptische) Reiter

Dieser Artikel auf Techcrunch würdigt das grosse Potential von Chatbots, die langsam aber sicher auch in unserem Alltag allgegenwärtig sind (Hey Siri…). Zudem räumt er auch gleich mit 5 grossen Mythen auf.

  • Myth No. 1: Chatbots and bots are the same thing!
  • Myth No. 2: Building a chatbot is easy!
  • Myth No. 3: Chatbots are dumb/useless! versus chatbots can/should do everything!
  • Myth No. 4:  Chatbots should trick you into thinking they’re human!
  • Myth No. 5: Chatbots will kill Google! (and maybe people, too!)

On Chatbots

Chatbots, historically maligned as “ weak AI,“ are finally transforming from ugly duckling to beautiful swan. According to recent predictions, chatbots (#ConvComm) will be big. Like, Google-killing big, heralding the end of apps and search as we know it – or so proclaimed Forbes and The Wall Street Journal.

Chatbots sind inzwischen soweit fortgeschritten, dass man im Markt schlichtweg keine Chance hat, wenn man nicht über praktisch unendliche finanzielle Ressourcen sowie Big (User)data verfügt. Somit bleiben sinnvolle Chatbots momentan wohl gerade mal vier Konzernen vorbehalten: Amazon, Apple, Facebook und Google. Jene vier Konzerne, die auch in einem ganz anderen Zusammenhang, nämlich der Zukunft des Publishings als „the four Horseman“ bezeichnet werden. Bleibt zu hoffen, dass es sich um vier weiss gerüstete Reiter handelt und nicht um die dunklen Reiter der Apokalypse. #BigData #Intelligence #Zukunft

The Four Horsemen and Publishing’s Future

Scott Galloway is a clinical professor at the NYU Stern School of Business, where he teaches brand strategy and digital marketing. In 2012, Professor Galloway was named „One of the World’s 50 Best Business School Professors“ by Poets & Quants. He is also the founder of Red Envelope and Prophet Brand Strategy.

Digitales Lernen: Revolution im Klassenzimmer

Im Silicon Valley entwickeln kluge Köpfe gerade die Schule von morgen: Das digitale Lernen wird den Unterricht radikal verändern. Doch in Deutschland füllen wir oftmals nur die Klassenzimmer mit Computern, nicht die Computer mit den richtigen Inhalten.

Quelle: www.faz.net

Ein Schreckgespenst geht momentan um: Silicon Valley mit Apple, Google, Facebook und Hunderten von StartUps übernimmt die traditionelle Bildungsbranche. „Bildungsexperten“ sind entsetzt!

Tatsächlich verstehen diese „Bildungsexperten“ oft nicht, um was es überhaupt geht. Welche neuen Ideen plötzlich aufkommen, weil der Blick über den Tellerrand in einer globalisierten, vernetzten Welt so viel einfacher ist.

Unterricht findet nicht mehr hinter verschlossenen Türen im Klassenzimmer statt. Das Klassenzimmer wird transparent, nein, muss transparent werden. Das heisst nicht, dass man jeden „heissen Scheiss“ aus Kalifornien grad übernehmen und damit über lange Zeit optimierte Werkzeuge und Prozesse über den Haufen schmeissen muss. Aber hinschauen, Neues prüfen, das Gute übernehmen und das immer noch Starre, Schlechte über Bord werfen. Neues Ausprobieren. Gerade mit digitalen Medien und den neuen Möglichkeiten der (Big) Datenverarbeitung. Das soll möglich sein. Im Sinne einer Evolution. #NeuesLernen #Umbruch #Zukunft #BigData #Intelligence

Wenn digitale Assistenten wieder menschlich werden…

Während es auch im Jahr 2015 noch darum geht, den besten, intuitivsten und proaktivsten digitalen Assistenten zu schaffen, gehen die neusten Pläne von Facebook wieder in die andere Richtung: hinter dem digitalen Assistenten stehen die Peers, die sozialen Kontakte, die Community.  #Intelligence #Context #NeuesLernen Weiterlesen